Anders Pokal-Endspiele in Barver ein voller Erfolg!

Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden am Wochenende des 20. & 21. Juni 2026 auf dem Sportgelände des SV Barver neue Autohaus Anders Pokalsieger ausgespielt. Hier die Nachberichte der A- und B-Junioren zum nachlesen von Cord Krüger (Kreiszeitung).
Nachbericht zum A-Junioren Endspiel:
Fabian Emker, der tragische Finalheld: Barenburgs Führung erzwungen, letzten Elfer verschossen – Uchte feiert Kreispokal-Sieg
Die JSG Barenburg verliert das Finale um den A-Jugend-Kreispokal gegen die SG Uchte/Nendorf mit 6:7 nach Elfmeterschießen. Alles zum Krimi.
Barver – Fabian Emker sackte zusammen, blieb auf dem Rasen des SV Barver liegen und vergrub mit seinen Händen das Gesicht. Teamkollege Zakaria Qasimi und Schiedsrichter Lukas Kruse konnten den Offensivmann der JSG Barenburg nicht trösten. Als sechster Schütze hatte er im Shootout um den A-Jugend-Kreispokal seinen Versuch haarscharf neben den linken Pfosten gesetzt – und das 6:7 nach Elfmeterschießen (1:1/1:0) stand fest. Somit jubelten die Fußballer der SG Uchte/Nendorf über ihren Finaltriumph.
Sein Trainer Niklas Meyer hütete sich nach dem packenden Fight davor, Emker einen Vorwurf zu machen: „Eigentlich hätte er gar nicht schießen sollen, weil er schon angeschlagen war“, sagte er über den Stürmer, der das Eigentor zum 1:0 erzwungen und sich danach ein ums andere Mal in der Spitze aufgerieben hatte. Aber als die jeweils ersten fünf Akteure beider Seiten ihre Elfer imponierend sicher verwandelt hatten, musste Emker ran. „Und der Fußballgott war heute nicht auf unserer Seite“, bedauerte Coach Meyer.
Zudem wusste er, dass die JSG dieses Endspiel in der sengenden Hitze von 33 Grad schon während des ersten Durchgangs verloren hatte – trotz der Führung: „Wir hatten definitiv genügend Chancen, noch vor der Pause das 2:0 zu machen. Und so ein knappes Ergebnis hätte wahrscheinlich gereicht, weil dieses Spiel auf beiden Seiten viele Körner gekostet hat.“
Sein Kollektiv spulte von Beginn an ein hohes Tempo ab und brachte den Favoriten einige Male in die Bredouille. Der Vizemeister der Kreisliga Diepholz/Nienburg brannte gegen den Meister darauf Revanche zu nehmen – für das verlorene Titelrennen und die abschließende 1:5-Schlappe in Uchte.
Nach sechs Minuten waren viele der gut 150 mitgereisten Barenburger Fans schon zum Jubeln abgehoben. Doch Maksim Ditmann zwang bei einer Ecke von Elias Ludewig Keeper Paul Freese zur Glanztat und schoss den Abpraller an die Latte. Finn Schwenker zirkelte einen Freistoß knapp drüber (14.) – Barenburg drückte!
„Heute hat man gesehen, was möglich ist, wenn wir alle Mann an Bord haben“, unterstrich Meyer: „Dementsprechend haben wir zuletzt auch trainiert, und jeder hat hier alles auf dem Platz gelassen.“ Spätestens nach den Hochkarätern von Nevio Köstermann (22.) und Elias Ludewig (23.) hätte es 1:0 stehen müssen, aber Uchtes Schlussmann Paul Freese packte zwei starke Paraden aus. Später verpasste Emker nach einem Freistoß von Thorge Kellermann knapp das 1:0, aber Kellermanns nächsten Standard von rechts stocherten Emker und Uchtes Jannik Heineking zum hochverdienten Barenburger 1:0 in die Maschen (45.).
Aus der Kabine kamen die Kreis-Nienburger mit mehr Elan, ohne allerdings die ganz großen Möglichkeiten herauszuspielen. Denn die Viererkette um Abwehrchef Michel Siedenberg agierte äußerst umsichtig. Beim Freistoß von Jannis Wehrße gab’s allerdings nichts zu verteidigen und nichts zu halten: Humorlos schweißte der Uchter die Kugel von rechts zum 1:1 in den linken Giebel (78.). Dabei blieb’s nach 92 Minuten, sodass das Elfmeterschießen herhalten musste. In diesem Krimi verwandelten zunächst Nevio Köstermann, Finn Schwenker, Kellermann, Qasimi und Noah Göckeler, ehe Emker das Ziel verfehlte.
Bei Meyer überwog nach der Siegerehrung dennoch „der Stolz auf die Entwicklung der Jungs. Für die meisten von ihnen geht es jetzt in den Herrenbereich, wir werden heute Abend also trotzdem feiern. In Barenburg ist alles aufgebaut, nur die Stimmung wird vielleicht nicht so sein wie nach einem Sieg.“
Nachbericht zum B-Junioren Endspiel:
Kirchdorfs B-Junioren ballern sich zum Double: 5:0 – verdienter Kreispokalsieg vor 300 Zuschauern über Duddenhausen
Die B-Junioren der JSG Kirchdorf haben vor 300 Zuschauern das Kreispokalfinale gegen Duddenhausen gewonnen. Nach dem 5:0 ließen es die Sieger krachen.
Barver – Diesmal wollten sie ganz sichergehen: Erst, nachdem Alexander Tschongarow sechs Minuten vor Schluss dieses sehenswerten B-Jugend-Kreispokalfinales zum 5:0 (3:0)-Endstand getroffen hatte, ließen die Fußballer der JSG Kirchdorf gegen die JSG Duddenhausen/Hoyerhagen/Wechold-Magelsen Gnade walten. Zu frisch schien bei einigen noch die Erinnerung an ihr C-Jugend-Endspiel 2024, als sie nach einer 4:1-Führung gegen den TSV Bassum noch ins Elfmeterschießen mussten – und verloren.
Auch ihr damaliger und heutiger Trainer Michael Lüllmann dachte an dieses Drama, als er sein Team am Samstag in Barver im blau-weißen Pyro-Rauch mit Umarmungen und Duschen aus Wassereimern feiern sah: „Viele von meinen Jungs hatten damals schon anderthalb Hände am Pott. Jetzt haben sie sich endlich belohnt.“
Gleichzeitig sicherte sich der Kreismeister und Bezirksliga-Aufsteiger damit das Double, das abends bei einer zünftigen Party im Kirchdorfer Vereinsheim gefeiert wurde.
Das hatten sich Lüllmanns „Jungs“ verdient – mit einem temporeichen Auftritt, effizient ausgespielten Angriffen und einer wie immer aufmerksamen Abwehrarbeit. „Wir haben in der Liga sechs Gegentore kassiert. Wer uns schlagen will, muss in der Offensive schon sehr gut sein“, meinte Lüllmann. Gleichzeitig räumte er ein, dass der Start nach Maß in dieser tropischen Hitze seinem Team in die Karten spielte: „Wir wollten früh in Führung gehen – gerade bei diesem Wetter. Respekt, wie die Jungs das umgesetzt haben.“
Das Finale war noch keine 100 Sekunden alt, da brachte Ole Rohlfing die Kirchdorfer mit 1:0 in Front. Damien Kolkmann erhöhte, nachdem Duddenhausens Torwart Michel Rengstorf einen starken Freistoß von Marlon Grewe pariert hatte (29.). Kurz darauf lenkte Kirchdorfs Keeper Niklas Hespos einen Schuss von Takudzwa Mutumhe über den Querbalken, sodass das 3:0 von Colin Dörmann in der Nachspielzeit der ersten Hälfte fast schon die Vorentscheidung bedeutete. Dörmann legte per Foulelfmeter unter den Querbalken das 4:0 nach (54.), ehe Tschongarow als einer der Joker im Nachsetzen besagtes 5:0 besorgte (71.). „Wir sind in der Breite so gut aufgestellt, dass wir immer nachlegen können“, nannte Lüllmann den Pluspunkt: „Wer von der Bank kommt, funktioniert genauso wie alle anderen.“
Der Rest war Jubel vor dem Großteil der 300 Zuschauer, die dem Endspiel in Barver einen tollen Rahmen gaben. Allerdings mischte sich auch Wehmut in die Stimmung. Denn einige verlassen den Doublesieger in Richtung A-Jugend. Auch Coach Lüllmann. „Ich gehe mit, weil mein Sohn ja auch hochgeht“, schilderte er mit Blick auf Kapitän Felix Lüllmann. „Diese Jungs begleite ich seit 2009. Und ich mache das weiter, solange sie es möchten. Es kann natürlich sein, dass Felix irgendwann sagt: .Papa, lass mal...‘“






